Herbst 2025: Ein Jahr nach dem Hochwasser

Veröffentlichungsdatum16.10.2025Lesedauer2 MinutenKategorienWasserverband News
Neu sanierte Brücke im Rückhaltebecken Fahrafeld

BEWÄHRUNGSPROBE BESTANDEN & VIEL GELERNT

Hochwasser 2024

Als „Meilenstein im Hochwasserschutz für das Triestingtal“ wurde das Rückhaltebecken Fahrafeld bei seiner Eröffnung bezeichnet. Der Beweis dafür wurde spätestens im September 2024 erbracht. Denn die schweren Regenfälle, die in weiten Teilen Niederösterreichs ein Jahrhundert-Hochwasser auslösten, wurden in unserer Region zur erfolgreich gemeisterten Bewährungsprobe.

Menschen geschützt, Millionenschaden abgewendet

Obwohl 2024 größere Wassermengen in der Triesting zuflossen als beim letzten zerstörerischen Hochwasser, das im Jahr 2002 das Tal heimgesucht hatte, hielten die neuen Rückhaltespeicher stand. Sie gewährten 35.000 Menschen Schutz vor einer Katastrophe im Triestingtal. Die Erleichterung darüber, dass so im Vorjahr Leben gerettet und mögliche Sachschäden in der Höhe von rund 70 Millionen Euro abgewendet werden konnten, ist bis heute groß.

Brücke wiederhergestellt und benutzbar

Eine Brücke über einen FlussMittlerweile wurden die relativ geringen Schäden, die das Hochwasser trotz allem an den Uferböschungen im Flussverlauf verursachte, im Auftrag des Triesting Wasserverbandes repariert. Auch die Fußgängerbrücke zum Infopavillon am Eingang zum Rückstaubereich Fahrafeld ist wieder begehbar. Damit kann das gesamte zum Rückhaltebecken zählende Gelände in Fahrafeld wie schon bisher – als beliebter Freizeit- und Naherholungsraum genutzt werden.

Die große Ausnahme gilt im Ernstfall, sagt Triesting Wasserverbands-Geschäftsführer Peter Stickler: „Bei Hochwasser hat die Schutzfunktion Vorrang und an die Bevölkerung ergeht die Bitte: Nicht nur von den Spielplätzen, sondern auch von Brücken und Wegen fernhalten!“

Echte Einstaudaten ausgewertet

Mindestens ebenso wichtig wie die erfolgreiche Bewährungsprobe für die Schutzbauten war aber das Sammeln von Daten rund um das Hochwasser-Ereignis 2024. Anstelle des eigentlich vom Triesting Wasserverband geplanten „Einstau-Tests“ lieferte der Ernstfall den Experten wertvolle Informationen darüber, was im Staubereich des großen Rückhaltebeckens Fahrafeld gut funktioniert und wo es eventuell Optimierungsbedarf geben könnte.

„Wir konnten dabei sehr viel lernen“, sagt Peter Stickler. Die Informationen sind ausgewertet und in die Neuberechnung der Hochwasserkurven für die Gewässer im Einzugsgebiet Verbandes eingeflossen. Am Ablass des Rückhaltebeckens kann der Hochwasser-Durchfluss der Triesting nun nach den aktuellsten Erkenntnissen gesteuert werden.

Neues Pegelmess-System entlang der Triesting

In Kombination mit dem detaillierten Pegelmess-System des Verbandes, das rund 20 Messstellen von Kaumberg bis Oberwaltersdorf umfasst, steht den Gemeinden und den Blaulicht-Organisationen nun ein präzises Prognose-Instrument zur Verfügung. Die gemessenen Daten, die auch für alle Besucher der Website über den Link https://www.hydrometcloud.eu/Triesting/index.jsp?menu=index abrufbar sind, lassen eine noch effizientere Planung für Schutz-Einsätze bei Hochwasser-Ereignissen zu.